Wichtige Informationen zu Trichomoniasis

Trichomoniasis ist eine Beschreibung für die Trichomonaden-Infektion und bei dem Urogenitaltrakt gehört dies mit zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Besonders Frauen sind davon häufig betroffen und meist ist die Infektion dabei symptomlos. Für die Behandlung erfolgt in der Regel eine kurze Gabe von Antibiotika, doch bei der Schwangerschaft ist hier dann Vorsicht geboten. Insgesamt handelt es sich bei der Trichomoniasis um eine Infektion mit Trichomonas vaginalis. Es handelt sich um einen Parasiten, welcher zu den Protozoen gehört. Die Protozoen stellen einzellige Lebewesen dar. Weitere Protozoen sind Erreger der Toxoplasmose und Malariaerreger. Die Trichomonas vaginalis ist die birnenartige Form und auf der Oberfläche gibt es fadenartige Gebilde, welche für die Fortbewegung dienen. Generell stellt die Infektion eine sexuell-übertragbare Krankheit dar und somit passiert die Infektion meist bei dem Geschlechtsverkehr. Begrenzt ist die Infektion daher meist auf die unteren Harnwege und auf die Scheide. Übertragen werden Trichomonaden auch durch den Kontakt mit den infektiösen Körperflüssigkeiten. Gemeinsam genutzte Handtücher oder Petting sind hier Beispiele.

Was ist für Trichomoniasis zu beachten?

Das Protozoon kann bei Frauen sehr oft bei den Paraurethraldrüsen, der Harnröhre und in der Scheide nachgewiesen werden. Von Trichomonas kann die Gebärmutterhalsinfektion, die Harnröhreninfektion oder die Scheideninfektion ausgelöst werden. Bei den Männern fühlt sich Trichomonas vaginalis dann besonders bei der Harnröhre sehr wohl. Trichomonas vaginalis hat außer bei den Menschen kein weiteres Reservoir, wo es längere Zeit überlegt. Der Parasit würde außerhalb des menschlichen Körpers dann sehr schnell absterben. Nur Wasser und feuchte Gegenstände bilden eine Ausnahme. Nachdem die Erkrankung nicht meldepflichtig ist, kann die Durchseuchung nur geschätzt werden. Laut Schätzungen wird bei den Industrieländern von 5 bis 10 Prozent der Frauen ausgegangen und von etwa einem Prozent der Männer. Jedes Jahr treten in Westeuropa pro 1000 Einwohner etwa 52 Neuinfektionen auf. Aufgrund der häufigen Symptomfreiheit bei den Infizierten gibt es eine rasche Verbreitung.

Wichtige Informationen zu der Erkrankung

Die Trichomonaden-Infektion gehört neben der Pilzinfektion und der bakteriellen Vaginose zu den häufigsten Ursachen der Beschwerden im Bereich der Scheide. Am besten wird die Infektion frühzeitig entdeckt und dann auch therapiert. Nicht selten kann es sonst zu Komplikationen bei der Schwangerschaft kommen. Auch die weiteren sexuell-übertragbaren Krankheiten werden dann erleichtert, wodurch es oft zu mehreren Infektionen gleichzeitig kommt. Die Trichomoniasis verursacht in über 80 Prozent der Fälle keine deutlichen Symptome. Bei den weiteren Fällen gibt es etwa 2 bis 24 Tage nach der Infektion die Symptome. Zu den häufigsten Symptomen gehören unangenehmer Geruch, Schmerzen beim Wasserlassen, quälender Juckreiz und Scheidenausfluss. In drei von vier Fällen kommt der Scheidenausfluss vor. Der Ausfluss ist oft schaumig, grün und übelriechend. In den meisten Fällen ist der Geschlechtsverkehr dann auch schmerzhaft. Mit der Trichomoniasis gehen oft auch unspezifische Bauchbeschwerden einher. Bei dem Mann werden selten Sympotme ausgelöst und es gibt unspezifische Zeichen. Meist gibt es hier Harnröhrenschmerzen und Beschwerden beim Wasserlassen. Hinzu kommt gelegentlich der geringe Ausfluss aus der Harnröhre. Nur bei seltenen Fällen kann die Eichel entzündet sein.

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